‘Namibia ist ein sicheres Land’

In den Augen von Afrikakenner Michael Iwanowski wird sich das auch nach dem Verbrechen nicht ändern: „Namibia ist nach wie vor ein sicheres Land.“ Iwanowski weiß, wovon er spricht. Er veranstaltet seit 25 Jahren individuelle Reisen nach Afrika. Rund 150 000 Deutsche haben mit seiner Hilfe den Kontinent bereist. So auch das Ehepaar, das dem Verbrechen zum Opfer fiel. Das Entsetzen ist daher besonders groß: „In all den Jahren hatten wir nie einen ernsthaften Zwischenfall.“

Allerdings hält Iwanowski den Mord für einen tragischen Einzelfall. Das betroffene Ehepaar kannte sich in Namibia gut aus und war bereits zum fünften Mal im Land unterwegs. Sie wussten, wie sie sich zu verhalten haben. „Sie waren zur falschen Zeit am falschen Ort.“

Sicherheitstipps:

    * In den Großstädten ist die Kriminalitätsrate sehr hoch. Meiden Sie die Innenstädte sowie einsame und verlassene Gebiete in den Städten (z.B. nach Ladenschluss, an Sonn- und Feiertagen, bei Dunkelheit).

    * Fahren oder gehen Sie nie allein in Siedlungen mit überwiegend schwarzer Bevölkerung, sondern nur in organisierter Form unter ortskundiger Führung.

    * Tragen Sie nach Möglichkeit keinen Schmuck oder auffällig teure Kameras mit sich.

    * Lassen Sie nie im Wagen Wertgegenstände oder Gepäck liegen. Was wertvoll ist, gehört in den Hotelsafe.

    * Bei einer Campingreise sollten Sie nur auf den ausgewiesenen Campingplätzen übernachten.

    * Bei auffälligen Hindernissen auf der Straße (z.B. quer über die Straße liegende Baumstämme usw.) ist besondere Vorsicht geboten, da es sich um eine „Straßenfalle“ handeln könnte. Es wird angeraten, rechtzeitig umzudrehen und im nächsten Ort die Polizei zu informieren.

    * Beachten Sie, dass Sie in Nationalparks Ihren Wagen gar nicht oder nur an bestimmten Stellen verlassen dürfen.

    * Von Fahrten während der Dämmerung/Dunkelheit wird dringend abgeraten. Neben erhöhter krimineller Gefährdung besteht das Risiko eines Verkehrsunfalls wegen unbeleuchtet abgestellter Fahrzeuge und auf der Straße befindlicher Tiere.

    * Von Fahrten per Anhalter und mit Minibustaxis wird dringend abgeraten.

    * Von Fremden angebotene Getränke in Bars oder Restaurants sollte man nicht annehmen. Es gab Fälle, in denen K.o.-Tropfen beigemischt wurden.

    * Wegen der Gefahr von Fahrzeugentführungen und „smash-and-grab“-Überfällen sollten im Auto die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein.

    * Es wird davon abgeraten, an Aussichtspunkten und Rastplätzen zu halten, wenn dort keine anderen Touristen in Sichtweite sind.

    * Aus Sicherheitsgründen wird empfohlen, ein Mobiltelefon anzumieten (auf den Flughäfen möglich) oder mitzubringen.
 

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