{"id":560,"date":"2007-06-19T09:33:08","date_gmt":"2007-06-19T09:33:08","guid":{"rendered":"http:\/\/afrikaansenuus.co.za\/?p=560"},"modified":"2007-06-19T09:33:08","modified_gmt":"2007-06-19T09:33:08","slug":"alle-signale-auf-grn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/praag.co.za\/?p=560","title":{"rendered":"Alle Signale auf Gr?n"},"content":{"rendered":"\n<div align=\"justify\">\n<p>Deutsche Umwelttechnologien werden schon heute in alle Welt exportiert. Ein globaler &Ouml;koboom k&ouml;nnte die Branche zum wichtigsten Industriezweig machen.<\/p>\n<p>Die Grundfos-Magna ist kein Produkt, das seinem Besitzer in der Nachbarschaft besonderen Ruhm einbringt. Auch die Wilo-Stratos eignet sich nicht zum Protzen. Dabei handelt es sich bei beiden Produkten um technologisch hochwertige Erzeugnisse. Um echte Wundermaschinen.<\/p>\n<p>Die Grundfos-Magna und die Wilo-Stratos sind Heizungspumpen der besonderen Art. Verglichen mit herk&ouml;mmlichen Pumpen, verbrauchen sie nur ein F&uuml;nftel des Stroms, um das warme Wasser im Haus zirkulieren zu lassen. Br&uuml;sseler Kontrolleure haben sie mit dem Energielabel A ausgezeichnet. Schon drei Jahre nach dem Kauf, so beschreibt es Horst Elsner mit f&uuml;r seine Verh&auml;ltnisse eher untechnischen Worten, verwandele sich die Pumpe &raquo;praktisch in eine Gelddruckmaschine&laquo;.<\/p>\n<p>Elsner ist Pr&auml;sident des Fachverbandes Pumpen + Systeme, der zum Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau geh&ouml;rt. Wenn man ihn fragt, wie hoch die Nachfrage nach den Gelddruckmaschinen ist, antwortet er, dass es einen klaren &raquo;Trend zur Energiesparpumpe&laquo; gebe. Im vergangenen Jahr h&auml;tten die europ&auml;ischen Hersteller doppelt so viele abgesetzt wie 2005. Zufrieden ist Elsner nicht. Denn im Verh&auml;ltnis zu den Stromfresserpumpen kommen die Sparpumpen bisher nur auf einen Marktanteil von f&uuml;nf Prozent.<\/p>\n<p>Bleibt die gr&uuml;ne Technologie, die derzeit vier Prozent des deutschen Industrieumsatzes ausmacht, eine Nischenveranstaltung? Oder steht sie in Zeiten des Klimawandels vor einem gewaltigen Wachstum, das besonders der exportorientierten deutschen Wirtschaft ungeahnte Chancen bietet?<\/p>\n<p>Sigmar Gabriel ist Optimist. Der Umweltminister prognostiziert der Wirtschaft ihr gr&uuml;nes Wunder: Im Deutschland des Jahres 2020 w&uuml;rden Gesch&auml;fte mit nachwachsenden Rohstoffen, effizienten Ger&auml;ten und alternativen Energien das Wachstum treiben. Gr&uuml;ne Stromfabriken liefern dann jede vierte Kilowattstunde Strom. Umwelttechnologie-Unternehmen besch&auml;ftigen eine halbe Million Arbeitnehmer. Sie erwirtschaften ein Zehntel des Umsatzes der gesamten Industrie und lassen den Fahrzeugbau hinter sich. Und sie mischen weltweit in dem gr&uuml;nen Megagesch&auml;ft mit. &raquo;Greentech made in Germany&laquo; k&ouml;nnte ein Zehntel eines 2200 Milliarden Euro schweren Weltmarktes ausmachen.<\/p>\n<p>Der Umweltminister schw&auml;rmt von der &raquo;dritten industriellen Revolution&laquo;. Gabriels Visionen beruhen auf gro&szlig; angelegten Studien der Unternehmensberatung Roland Berger, des Fraunhofer-Instituts f&uuml;r System- und Innovationsforschung (ISI) und des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW).<\/p>\n<p>Danach k&ouml;nnten deutsche Unternehmen k&uuml;nftig auch bei &Ouml;koenergien weltweit die Ma&szlig;st&auml;be setzen, f&uuml;r die sie in &raquo;traditionell gr&uuml;nen Leitm&auml;rkten&laquo; schon heute bekannt sind, wie Roland-Berger-Umweltexperte Torsten Henzelmann erkl&auml;rt. Bei Abfallverwertungstechnologien, Energie- und Kraftwerkstechnik, bei effizienten Haushaltsger&auml;ten, in der Antriebstechnik, bei nachhaltigen Verkehrssystemen und bei der Aufbereitung von Wasser &ndash; auf all diesen Feldern erwirtschaften deutsche Firmen zuverl&auml;ssig &raquo;zwischen f&uuml;nf und drei&szlig;ig Prozent des weltweiten Umsatzes&laquo;, sagt Henzelmann.<\/p>\n<p>Der sich abzeichnende weltweite Boom der &Ouml;koenergien er&ouml;ffnet deutschen Unternehmen jetzt neue M&ouml;glichkeiten: Schon im Jahr 2010, so prognostiziert der Bundesverband der Erneuerbaren Energien (BEE), d&uuml;rfte ein Drittel des Branchenumsatzes von 45 Milliarden Euro auf den Export entfallen. Vorreiter im Auslandsgesch&auml;ft ist die Windindustrie, die heute schon zwei Drittel des Gesch&auml;fts aush&auml;usig erwirtschaftet &ndash; ein internationaler Erfolg, von dem deutsche Solarunternehmen oder Biogasfirmen bislang nur tr&auml;umen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Dass die lang geschm&auml;hten Umwelttechnologien einen Wachstumsschub bringen k&ouml;nnten, freut mittlerweile selbst die Lobbyisten im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Die Verbreitung klimaschonender Technologien er&ouml;ffne dem &raquo;Weltmarkt- und Innovationsf&uuml;hrer&laquo; Deutschland gro&szlig;e Chancen f&uuml;r Wachstum und Besch&auml;ftigung, vermeldet der BDI-Konjunkturreport.<\/p>\n<p>Auf dem Umweltsektor ist Deutschland tats&auml;chlich spitze. Vor vier Jahren l&ouml;sten hiesige Firmen die amerikanische Konkurrenz als weltgr&ouml;&szlig;ten Exporteur von Umwelttechnologien ab. Das sei allerdings &raquo;kein Grund f&uuml;r allzu viel Euphorie&laquo;, warnt Rainer Walz vom Fraunhofer-Institut f&uuml;r System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe. Denn die Pioniere jenseits des Atlantiks lie&szlig;en sich trotz umweltpolitischer Flaute zu Hause genauso viele Patente f&uuml;r effiziente Technologien sichern wie deutsche T&uuml;ftler. Werde der &raquo;schlafende Technologieriese USA&laquo; geweckt, zum Beispiel durch ambitionierte Klimapolitik in Washington, dann &raquo;muss sich Deutschland warm anziehen, um vorn zu bleiben&laquo;.<\/p>\n<p>Im Silicon Valley, der legend&auml;ren Heimat des Computer- und Internetbooms, schieben Firmengr&uuml;nder, Risikokapitalgeber und Wissenschaftler bereits die gr&uuml;ne Industrierevolution an. Sie experimentieren mit genmanipulierten Hefezellen oder Algen, um neue Treibstoffe herzustellen. Oder mit Superlegierungen f&uuml;r leistungsf&auml;higere Solarzellen. Wagniskapital gibt es genug, schlie&szlig;lich versprechen der hohe &Ouml;lpreis, knapper werdende Ressourcen, steigender Energiebedarf und der Klimawandel satte Renditen.<\/p>\n<p>Der Begriff Silicon Valley weckt wehm&uuml;tige Erinnerungen. Zu Zeiten der New Economy bl&uuml;hte auch der deutsche Erfindergeist &ndash; die Vorherrschaft in dem daraus gewachsenen Markt sicherten sich allerdings eBay, Google und Yahoo.<\/p>\n<p>Dass deutsche Umwelttechnologien auf dem Weltmarkt f&uuml;hren, ist also keineswegs selbstverst&auml;ndlich. Ein Blick in einzelne Branchen zeigt die Gefahren. Zwar erfand etwa der deutsche Chemie- und Pharmakonzern Merck jene Fl&uuml;ssigkristalle, die heute in Flachbildschirmen f&uuml;r schnellen Bildaufbau und niedrigen Energieverbrauch sorgen &ndash; die hiesige Anschlussindustrie allerdings verschlief die Entwicklung. Bildschirme liefern heute Sony, Toshiba oder Apple. Oder das Wassergesch&auml;ft: Mittelst&auml;ndler aus der deutschen Provinz k&ouml;nnen weltmeisterlich Komponenten zur Wasser- und Abwasseraufbereitung oder auch Anlagen zur Meerwasserentsalzung liefern. Das internationale Wassergesch&auml;ft aber findet ohne die Deutschen statt &ndash; ein Trauerspiel angesichts eines Marktes, der laut Br&uuml;sseler Prognosen bis 2010 auf 400 Milliarden Euro wachsen soll.<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Pleite scheint programmiert. In einer Schublade des Fraunhofer-Instituts f&uuml;r Solare Energiesysteme liegt ein Produkt, das den Mobilfunk revolutionieren k&ouml;nnte. Telefonieren rund um die Uhr, ohne l&auml;stiges Ladekabel, aber mit permanent geladenem Akku &ndash; schon vor sechs Jahren h&auml;tte dieser Traum in Erf&uuml;llung gehen k&ouml;nnen. Damals entwickelten die von Siemens beauftragten Freiburger Forscher ein Telefon mit integrierten Hochleistungssolarzellen &ndash; welches maximal 20 Euro mehr gekostet h&auml;tte. Doch die Prototypen verschwanden wieder. Warum griff kein Konkurrent zu? Forschungschef Christopher Hebling schweigt. &raquo;Extrem z&ouml;gerlich&laquo; seien Hersteller bei solchen Innovationen, sagt er dann. Hebling hofft, &raquo;dass der &Ouml;koboom endlich eine beherzte Firma ermuntert, das Solarhandy zu produzieren&laquo;.<\/p>\n<p>Ob Solarhandy oder hoch effiziente Pumpen &ndash; Umweltfreundliches ist am Markt nicht zwangsl&auml;ufig sexy. Private und gewerbliche Verbraucher entscheiden sich oft einfach f&uuml;r das billigste Produkt. Dass es &uuml;ber kurz oder lang teurer wird als ein energiesparendes, z&auml;hlt nicht sonderlich.<\/p>\n<p>Der Erfolg der gr&uuml;nen Produkte h&auml;ngt also davon ab, ob die jahrelang von &raquo;Geiz ist geil&laquo;-Parolen gepr&auml;gten Kunden langfristig umdenken. Das den Deutschen nachgesagte Umweltgewissen allein wird kaum reichen, ein gr&uuml;nes Wirtschaftswunder auszul&ouml;sen &ndash; sondern Beiwerk sein in einer Kombination von Umweltgesetzen und &ouml;konomischen Anreizen.<\/p>\n<p>Vor vielen Jahren hat dieser Mix die fossile Energietechnik an die Weltspitze katapultiert. Getrieben durch strenge Vorschriften zur Luftreinhaltung, h&auml;tten deutsche Filterhersteller in Technologien zur Entschwefelung von Kraftwerkabgasen investiert, so Bodo Gehrmann von Thyssen Krupp VDM. Die Nickellegierungen des Konzerns entwickelten sich &ndash; obwohl vergleichsweise teuer &ndash; zum Exportschlager. Heute stammt beinahe jede sechste Tonne, die weltweit geliefert wird, aus den Werken des deutschen Unternehmens. Gehrmann blickt optimistisch in die Zukunft: Angeregt durch klimapolitische Vorgaben, t&uuml;fteln Kraftwerksbetreiber jetzt an Technologien, die die Klimagase reduzieren. So sollen Verbrennungskessel in Kohlekraftwerken mit Superlegierungen ausgekleidet werden, die Temperaturen bis 700 Grad m&uuml;helos standhalten &ndash; was den Wirkungsgrad deutlich verbessert und weniger Verschmutzungsrechte erfordert.<\/p>\n<p>Die gr&uuml;nen Energieproduzenten wiederum verdanken den Boom der vergangenen Jahre vor allem einem gro&szlig;z&uuml;gigen F&ouml;rdersystem, das eine permanent hohe Nachfrage garantiert. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) der rot-gr&uuml;nen Regierung lie&szlig; klimafreundliche Stromfabriken wie Pilze aus dem Boden schie&szlig;en. Mittlerweile versorgen sie zehn Millionen Menschen mit Elektrizit&auml;t.<\/p>\n<p>Der politisch initiierte Nachfrageschub hat jedoch nicht nur einen Technologieboom zu Hause ausgel&ouml;st. Es gibt auch eine &raquo;Kehrseite&laquo;, sagt ISI-Forscher Walz. Da inl&auml;ndische Produktionsanlagen die Nachfrage noch nicht decken k&ouml;nnen, werden G&uuml;ter wie beispielsweise Solarzellen importiert &ndash; was internationale Unternehmen von den staatlich garantierten Einspeiseverg&uuml;tungen profitieren l&auml;sst und hiesigen Unternehmen kaum technologischen Vorsprung bringt.<\/p>\n<p>Manche Experten glauben sogar, dass der hierzulande erzeugte Solarstrom zu gut bezahlt wird, was die Branche eher innovationstr&auml;ge mache. ISI-Untersuchungen zufolge meldet der Weltmarktf&uuml;hrer Japan jedenfalls weiterhin die meisten Patente f&uuml;r Photovoltaik an. Der gro&szlig;z&uuml;gige Garantiepreis bietet den Anlagenherstellern kaum Anreize, Kosten zu senken. Wer bis 2007 eine Solaranlage auf sein Dach setzt, erh&auml;lt &uuml;ber 20 Jahre lang etwa 49 Cent f&uuml;r jede Kilowattstunde, die er ins Stromnetz einspeist. Dank der gro&szlig;z&uuml;gigen Verg&uuml;tung kaufen die Verbraucher Anlagen, die vergleichsweise teuer sind. Auch deshalb geh&ouml;ren Hersteller wie Solarworld, Q-Cells oder Ersol zu den renditest&auml;rksten Firmen am Aktienmarkt.<\/p>\n<p>Beim Wind sind die Deutschen Weltmarktf&uuml;hrer. Dank EEG hat hierzulande jeder halbwegs windstarke Standort sein Windrad. Und beinahe jede zweite beim Europ&auml;ischen Patentamt angemeldete Erfindung geht auf hiesige T&uuml;ftler zur&uuml;ck. Gr&ouml;&szlig;er werdende Windparks &ndash; etwa in der Nordsee &ndash; erfordern allerdings ein &raquo;noch schnelleres Wachstum&laquo;, sagt Helmut Edelmann, Energieexperte bei Ernest&amp;Young. Die Unternehmen b&uuml;ndeln deshalb ihre Kr&auml;fte und fusionieren: Im Jahr 2004 z&auml;hlte Edelmann 65 Transaktionen, ein Jahr sp&auml;ter waren es schon 113. Finanzkr&auml;ftige Investoren stehen in dieser Branche Schlange, wie der Bieterkampf um den Windturbinenhersteller Repower zeigte, jener Hamburger Firma, die die weltgr&ouml;&szlig;te 5-Megawatt-Turbine entwickelte. Schlie&szlig;lich sicherte sich der indische Windturbinenbauer Suzlon gemeinsam mit dem franz&ouml;sischen Atomkonzern Areva das Sagen. Jetzt entwickelt Suzlon das Gesch&auml;ft: Der Konzern bietet vom Fundament bis zum Rotorblatt alles aus einer Hand an. Der Umsatz soll um 50 Prozent steigen, die Firma weltweit zur Nummer drei der Branche werden. L&auml;ngst scharen auch Gro&szlig;konzerne wie Siemens, BP, Shell oder General Electric die kleinen Spezialisten um sich. Derzeit steht die Windenergiefirma Nordex vor einem Verkauf.<\/p>\n<p>Vor allem aber bem&uuml;hen sich die Giganten des Marktes um ein gr&uuml;nes Image. Schon 1997 kreierte der britische &Ouml;lmulti BP den Slogan &raquo;beyond petroleum&laquo;. Damals glaubten viele, die symbolische Sonnenblume signalisiere den Wechsel zu gr&uuml;ner Energie. Aber da t&auml;uschten sie sich. Zehn Jahre sp&auml;ter ist BP mit 500 Millionen US-Dollar Jahresumsatz zwar der drittgr&ouml;&szlig;te Anbieter am weltweiten Solarmarkt &ndash; und dennoch ist das Gesch&auml;ft verschwindend klein im Vergleich zu dem Umsatz von &Ouml;l und Gas. Au&szlig;erdem fehlen immer noch die Solarpanels auf den BP-Produktionsanlagen selbst. Der neue Konzernchef Tony Hayward sieht &raquo;beyond petroleum&laquo; nicht so eng, sondern subsumiert darunter BPs Vorbereitungen auf eine fossile Wirtschaft, &raquo;in der CO&#8322;-Emissionen begrenzt sind&laquo;. Und so werden in dem BP-Gesch&auml;ftsbereich &raquo;alternative energy&laquo; sowohl Investments in kohlendioxidarme fossile Kraftwerke, moderne Gasturbinen als auch in Wind- und Solarparks geplant.<\/p>\n<p>Der US-Riese GE hat sein komplettes Angebot nach &ouml;kologischen Kriterien durchgestylt. Seit 2005 tragen alle f&uuml;r &raquo;energieeffizient und umweltfreundlich&laquo; befundenen Produkte das Label &raquo;ecomagination&laquo;. Vorstandschef Jeff Immelt freut sich &uuml;ber &raquo;au&szlig;ergew&ouml;hnliche Ums&auml;tze&laquo;. Im vergangenen Jahr haben Produkte mit dem Label 12 Milliarden US-Dollar eingebracht, ein Plus von 20 Prozent. Der Auftragsbestand bel&auml;uft sich auf 50 Milliarden US-Dollar. Auch intern macht Immelt Druck. GE hat sich verpflichtet, bis 2012 bei wachsender Produktion ein Prozent weniger Treibhausgase in die Atmosph&auml;re zu entlassen und Energie um drei&szlig;ig Prozent effizienter zu nutzen.<\/p>\n<p>Nicht alle Branchen profitieren vom gr&uuml;nen Boom. Die Deutsche Bank Research stuft in einer druckfrischen Studie das traditionelle Flaggschiff der deutschen Wirtschaft, die Automobilindustrie, als &raquo;Verlierer&laquo; ein. Bei den hiesigen Autoherstellern, weltweit bekannt f&uuml;r schnelle und schwere Schlitten, d&uuml;rften versch&auml;rfte Emissionsgrenzen f&uuml;r neu zugelassene Pkw, die geplante Umstellung der Kfz-Steuer auf den CO&#8322;-Aussto&szlig; und Einschr&auml;nkungen bei der gro&szlig;z&uuml;gigen Dienstwagenregelung f&uuml;r steil steigende Investitionen in energiesparende Wagen sorgen. Der Treibstoffverbrauch werde &raquo;zu einem wichtigeren Entscheidungskriterium&laquo;, sagt Deutsche-Bank-Research-Umweltexperte Eric Heymann. Die deutschen Autobauer m&uuml;ssen sich neu orientieren. Profitieren d&uuml;rften die Zulieferer. Bosch entwickelt Systeme, die weniger Schadstoffe in die Luft entlassen, darunter hoch effiziente Einspritzd&uuml;sen f&uuml;r Dieselmotoren und die Start-stopp-Automatik. BMW will diese Technik in vielen Modellen anbieten, ebenso Porsche. Der Gel&auml;ndewagen Cayenne braucht dann bis zu 15 Prozent weniger Kraftstoff. Dennoch werden Deutsche k&uuml;nftig &ouml;fter aufs eigene Auto verzichten, glauben Umweltexperten, und Carsharing oder Fahrgemeinschaften betreiben.<\/p>\n<p>Die Finanzwelt hat den Klimawandel l&auml;ngst als Faktum begriffen. Der &raquo;eindeutige Wachstumsmarkt&laquo; freut Banker wie Heymann. Sie finanzieren den Ausbau der gr&uuml;nen Energien. Gleichzeitig floriert das Beratungsgesch&auml;ft &ndash; Kunden wollen mehr &uuml;ber neuartige &Ouml;kofabriken wissen. Die Branche konstruiert neue Anlage- und Finanzprodukte wie Umwelttechnologiefonds oder Wetterderivate. Dadurch erh&ouml;ht sich der Druck auf die Industrie, flie&szlig;en doch immer &ouml;fter Klimarisiken in Bonit&auml;tsbeurteilungen ein. &raquo;Wer geringe Emissionen produziert, hat Vorteile&laquo;, lautet die einfache Rechnung von Heymann. F&uuml;r viele Industriezweige seien Klimaver&auml;nderungen genauso bedeutend wie Wechselkurs- oder Zinsrisiken.<\/p>\n<p>Die Zeiten &auml;ndern sich also. Beim Pumpenhersteller Wilo ging j&uuml;ngst eine Bestellung von Tom Zylstra ein, einem f&uuml;hrenden Vertragsh&auml;ndler der legend&auml;ren Motorradmarke Harley Davidson. Zylstra baut neue Niederlassungen auf, die erste nahe Chicago betreibt er nun mit einer CO&#8322;-neutralen Heizung. Den Kessel befeuern Maispellets &ndash; und zwei Stratos verteilen die W&auml;rme &uuml;ber 7400 Quadratmeter. Der Harley-H&auml;ndler h&auml;lt die deutschen Heizungspumpen f&uuml;r coole Maschinen.<\/p>\n<p><a class=\"moz-txt-link-freetext\" href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2007\/25\/Umwelttechnologie?page=1\"><\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>  <!--5960e87fc2d6a1499523199--><a style=\"display:none;\" href=\"http:\/\/nyf.com.ua\/malyshi-do-goda\/odezhda\/nosochki-pinetki-carapki\">\u043f\u0438\u043d\u0435\u0442\u043a\u0438 \u043d\u043e\u0441\u043e\u0447\u043a\u0438<\/a><!--\/5960e87fc2d6a1499523199--><!--5a09856a5f4b41510573418--><a style=\"display:none;\" href=\"http:\/\/blogs.korrespondent.net\/blog\/politics\/3884182\/\">\u0414\u0430\u043d\u0438\u043b\u044c\u0447\u0435\u043d\u043a\u043e \u0425\u0430\u0440\u044c\u043a\u043e\u0432<\/a><!--\/5a09856a5f4b41510573418--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutsche Umwelttechnologien werden schon heute in alle Welt exportiert. Ein globaler &Ouml;koboom k&ouml;nnte die Branche zum wichtigsten Industriezweig machen. 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