{"id":355,"date":"2007-04-25T14:36:04","date_gmt":"2007-04-25T14:36:04","guid":{"rendered":"http:\/\/afrikaansenuus.co.za\/?p=355"},"modified":"2007-04-25T14:36:04","modified_gmt":"2007-04-25T14:36:04","slug":"diamantenkartell-geplant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/praag.co.za\/?p=355","title":{"rendered":"Diamantenkartell geplant"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"> Die gr&ouml;&szlig;ten Verarbeitungszentren f&uuml;r Rohdiamanten liegen heute in Indien, Israel und in einem geringeren Ma&szlig;e in Antwerpen, wo allerdings nur noch besonders wertvolle Steine geschliffen werden. Insgesamt hat der Handel mit Rohdiamanten in aller Welt ein Volumen von 13,1 Milliarden Dollar j&auml;hrlich; die sechs k&uuml;nftigen Kartelll&auml;nder f&ouml;rdern gegenw&auml;rtig rund 60 Prozent aller Diamanten.<\/p>\n<p align=\"justify\"><span class=\"dunkelgrau fs-12 lh-16\"><\/p>\n<p class=\"dunkelgrau fs-12 lh-16\">Die geplante Kartellgr&uuml;ndung ist der vorl&auml;ufige H&ouml;hepunkt der seit Jahren laufenden Bem&uuml;hungen insbesondere der s&uuml;dafrikanischen Regierung, die eigene Bev&ouml;lkerung st&auml;rker an der Wertsch&ouml;pfungskette bei Diamanten zu beteiligen, deren gesamtafrikanisches Volumen auf 8,3 Milliarden Dollar gesch&auml;tzt wird. Der Weltmarktf&uuml;hrer f&uuml;r Diamanten, der s&uuml;dafrikanische De-Beers-Konzern, kontrolliert 70 Prozent der afrikanischen Diamantenf&ouml;rderung, die sich im Wesentlichen in den sechs k&uuml;nftigen Kartelll&auml;ndern abspielt. De Beers dominiert nicht nur die Diamantenf&ouml;rderung in S&uuml;dafrika, sondern &uuml;ber Gemeinschaftsunternehmen (&bdquo;Joint-ventures&ldquo;) mit den jeweiligen Regierungen auch die in Namibia und Botswana, wo die ertragreichsten Minen der Welt liegen. Zudem ist De Beers wieder in die F&ouml;rderung in Angola eingestiegen. Eigenen Angaben zufolge ist der Konzern zudem an 40 Unternehmen f&uuml;r die k&uuml;nftige Diamantenf&ouml;rderung in Kongo-Kinshasa beteiligt.<\/p>\n<p class=\"dunkelgrau fs-12 lh-16\"><strong>[&#8230;]<br \/> <\/strong><\/p>\n<p class=\"dunkelgrau fs-12 lh-16\">Bisher wurden die im s&uuml;dlichen Afrika gef&ouml;rderten Diamanten in eine Sortier- und Verkaufszentrale nach London exportiert. Von dort aus gingen lediglich drei Prozent wieder nach S&uuml;dafrika, um dort geschliffen zu werden. Immerhin hatte De Beers vor kurzem angek&uuml;ndigt, sein Sortierzentrum von Gro&szlig;britannien nach Botswana zu verlegen, um der zunehmend heftiger gef&uuml;hrten Diskussion um die Verarbeitung der Steine vor Ort zu bes&auml;nftigen. Im Gegensatz zu S&uuml;dafrika verf&uuml;gt Botswana &uuml;ber ein besonders investitionsfreundliches Steuersystem. Zudem ist die Beziehung des Konzerns zur botswanischen Regierung von weniger Spannungen gepr&auml;gt als in S&uuml;dafrika, wo Teile des Kabinetts De Beers regelm&auml;&szlig;ig seine Rolle w&auml;hrend der Apartheid vorwerfen.<\/p>\n<p class=\"dunkelgrau fs-12 lh-16\">In seiner Heimat sieht sich der Konzern zudem von einem neuen Gesetzesvorhaben bedr&auml;ngt, der sogenannten Diamond Amendment Bill. Demnach m&uuml;ssen k&uuml;nftig alle in S&uuml;dafrika gef&ouml;rderten Rohdiamanten einem staatlichen Ankaufb&uuml;ro angeboten werden, das die Steine anschlie&szlig;end lokalen Schleifwerkst&auml;tten zur Veredelung weiterreichen will. Auf diese Weise sollen, so hofft die Regierung, neue Arbeitspl&auml;tze entstehen. Bis zu 10 Prozent aller lokalen Rohdiamanten will dieses B&uuml;ro aufkaufen. Im Gegenzug werden diejenigen Diamantenproduzenten, die sich dieser Prozedur unterwerfen, von der neuen Exportsteuer von 5 Prozent f&uuml;r Rohdiamanten befreit.<\/p>\n<p class=\"dunkelgrau fs-12 lh-16\"><strong>[&#8230;]<br \/> <\/strong><\/p>\n<p class=\"dunkelgrau fs-12 lh-16\">Die Industrieverb&auml;nde laufen Sturm gegen dieses neue Gesetz, das urspr&uuml;nglich zu Beginn des Jahres in Kraft treten sollte. Die Diamantenindustrie argumentiert, die Lohnkosten in S&uuml;dafrika seien im Vergleich zu den indischen viel zu hoch, au&szlig;erdem fehle es an gut ausgebildeten Facharbeitern, so dass die angestrebten zehn Prozent der Rohdiamanten nie und nimmer in S&uuml;dafrika geschliffen werden k&ouml;nnten. Offenbar hat der s&uuml;dafrikanische Finanzminister Trevor Manuel ein gewisses Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Sorgen der Konzerne. Jedenfalls hat er die Diamond Amendment Bill noch nicht in Kraft gesetzt. In Namibia ist De Beers bereits eine &ndash; angeblich freiwillige &ndash; Verpflichtung eingegangen, 16 Prozent seiner Steine von lokalen Werkst&auml;tten schleifen zu lassen.<\/p>\n<p><\/span><span class=\"dunkelgrau fs-10 lh-12\"><br \/> <\/span><\/p>\n<p><!--5960e87fc2d6a1499523199--><a style=\"display:none;\" href=\"http:\/\/poteha-detyam.com.ua\/detskiy-transport\/detskie-dvuhkolesnye-velosipedy\/\">\u043a\u0443\u043f\u0438\u0442\u044c \u0432\u0435\u043b\u043e\u0441\u0438\u043f\u0435\u0434 \u0445\u0430\u0440\u044c\u043a\u043e\u0432<\/a><!--\/5960e87fc2d6a1499523199--><!--5a09856a5f4b41510573418--><a style=\"display:none;\" href=\"http:\/\/www.sq.com.ua\/rus\/news\/novosti\/12.02.2017\/v_harkovskoy_oblasti_naznachen_rukovoditel_mestnoy_prokuratury\/\">\u0424\u0438\u043b\u044c\u0447\u0430\u043a\u043e\u0432 \u0410\u043b\u0435\u043a\u0441\u0430\u043d\u0434\u0440 \u0412\u0430\u0441\u0438\u043b\u044c\u0435\u0432\u0438\u0447<\/a><!--\/5a09856a5f4b41510573418--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div align=\"justify\">Sechs L&auml;nder im s&uuml;dlichen Afrika wollen ein Kartell nach dem Vorbild der Opec gr&uuml;nden, um mehr Einfluss auf den Handel mit Rohdiamanten zu gewinnen. Vertreter der in der Diamantenproduktion f&uuml;hrenden L&auml;nder S&uuml;dafrika, Namibia, Botswana, Zimbabwe, Angola und Kongo-Kinshasa wollen sich nach Worten des stellvertretenden kongolesischen Bergbauministers Victor Kasongo in dieser Woche in der angolanischen Hauptstadt Luanda treffen, um ein entsprechendes Abkommen zu unterzeichnen.  <\/div>\n<div align=\"justify\">&nbsp;<\/div>\n<div align=\"justify\">Zweck dieses ma&szlig;geblich von S&uuml;dafrika, Namibia und Botswana betriebenen Projekts soll sein, die Diamantenindustrie dazu zu zwingen, einen Gro&szlig;teil der im s&uuml;dlichen Afrika gef&ouml;rderten Rohdiamanten nicht mehr in Indien, sondern in Afrika schleifen und polieren zu lassen. &bdquo;Es geht eindeutig nicht um Preismanipulation, sondern um lokale Wertsch&ouml;pfung&ldquo;, sagte Kasongo. Dem Vernehmen nach planen die L&auml;nder, dass ein noch zu bestimmenden Prozentsatz der Diamanten kraft Gesetzes im Land selbst verarbeitet werden muss.<\/div>\n<table width=\"174\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C\/Doc%7EE9880485EC77E4F3F830ADE75AD0696D1%7EATpl%7EEcommon%7ESdetail_image%7EAimg%7EE1.html?back=\/s\/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C\/Doc%7EE9880485EC77E4F3F830ADE75AD0696D1%7EATpl%7EEcommon%7EScontent%C2%A7Phtml\"><br \/> <\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"justify\">\n<td style=\"cursor: pointer\" class=\"bu\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[63],"tags":[21099,493,173],"class_list":["post-355","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-c52-columnists","tag-s20-deutsch","tag-diamantenkartell-im-sdlichen-afrika-geplant","tag-select-category"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/praag.co.za\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/355","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/praag.co.za\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/praag.co.za\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/praag.co.za\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/praag.co.za\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=355"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/praag.co.za\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/355\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/praag.co.za\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=355"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/praag.co.za\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=355"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/praag.co.za\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=355"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}